LAZOLA-Projekte
Das erste Boxkocherprojekt, zu dem Jo Hasler 1998 von einer südafrikanischen NGO eingeladen worden war, wies bereits Charakteristiken auf, die später beim LAZOLA 3 durchgehend berücksichtigt wurden: Serienfertigung, Einsatz von einfachen Maschinen und die Verwendung unterschiedlichster Fertigungsvorrichtungen (Jigs). Besonders die Verwendung der selbstgefertigten Jigs erleichterte die Arbeit und führte zu sehr präzisem Ergebnissen. Der gefertigte Kocher wurde LAZOLA 1 genannt.

Die verschiedenen Vorteile der Serienfertigung zeigten sich schon damals und überwogen die Einengung, dass die Arbeitsschritte weitgehend festgelegt waren.

Die Werkstatt musste 1999 wegen Absatzschwierigkeiten leider wieder aufgegeben werden.

(siehe Anfänge).

 

Ab 2001 arbeitete Jo Hasler an der Konstruktion eines Boxkochers aus Leichtmetall, des LAZOLA 2. Ab 2003, nach Gründung der Lazola-Initiative e.V., wurde dieser Kocher in größeren Serien mit Hightech als Bausatz gefertigt und in der Werkstatt der Lazola-Initiative montiert.

Der ursprüngliche Plan, diesen Kocher als Bausatz in Entwicklungsländer zu verschicken und vor Ort zu montieren, scheiterte an den hohen Kosten (u.a. für Fracht und Zoll). Seitdem wird der Kocher in Deutschland montiert und vor allem in südeuropäischen Ländern verkauft.

In der Zwischenzeit hat der Kocher verschiedene Verbesserungen durchlaufen. So ist er nun regenfest, so dass ein überraschendes Gewitter ihm nichts anhaben kann.

Hauptanliegen der Lazola-Initiative war jedoch von Anfang an die Verbreitung des LAZOLA in Entwicklungsländern. Deshalb wurde ab 2005 der LAZOLA 3 entwickelt: Dieser Kocher ähnelte in Form, Qualität und Leistungsvermögen sehr dem LAZOLA 2, konnte jedoch mit einfachen Maschinen und Werkzeugen ganz von Hand gebaut werden. Die Fertigung war relativ kompliziert, da er in seinen Teilen weitgehend dem mit Hightech gefertigten LAZOLA 2 ähnelte. Zum Bauen des Kocher gab es eine Video-Bauanleitung in Deutsch und Englisch.

 
Bild_5-5-1 Bild_5-5-2
Bild_5-5-3 Bild_5-5-4
Seit 2007 wird der LAZOLA 3 von der Kooperative Elnatan in Südafrika in Serie gefertigt. Die Fertigung klappt hervorragend. Der Absatz unter der farbigen und schwarzen Bevölkerung bleibt leider hinter den Erwartungen zurück. Hingegen findet der Kocher seine Käufer vorwiegend in der weißen Bevölkerung.

 

 

2011 begann die Planung eines Lazola-Solarkocherprojekts in Kenia. Im Vorfeld dieses Projektes wurde der frühere LAZOLA 3 vollständig überarbeitet. Dadurch konnte seine Fertigung deutlich vereinfacht werden. Viele Details des Kochers wurden weiter verbessert. Der Kocher kann in zwei Größen gebaut werden.

 
Bild_5-5-6

Bild_5-5-8 Bild_5-5-9
Bild_5-5-10 Bild_5-5-11
Bild_5-5-12 Bild_5-5-13

Im August 2013 haben zwei Mitglieder der Lazola-Initiative in Kenia eine LAZOLA-Werkstatt eingerichtet und vier Wochen lang 10 Fachkräften die Fertigung des LAZOLA 3 vermittelt. Zuvor war bereits ein Jahr lang die Akzeptanz des Kochers mit einem LAZOLA 3 früherer Bauart an verschiedenen Orten zur vollen Zufriedenheit getestet worden.
zum Seitenanfang