Einzelfertigung des Kochers: Worauf es ankommt
Wer solide Fachkenntnisse in Metallverarbeitung besitzt, und einen Kocher in Einzelfertigung ohne die angebotenen Fertigungshilfen bauen möchte, sollte wissen, worauf es bei der Fertigung unbedingt ankommt, damit der Kocher auch die gewünschte Leistung erbringt:
  • Die Kocherwanne braucht eine sehr gute Dämmung von ca. 50 mm oder mehr.
  • Der Kocher sollte in Gebieten außerhalb des Wendekreises eine Neigung zur Sonne von mindestens 20° haben. (s. Anhang A9.)
  • Die Seitenwände der Innenwanne sollten eine Neigung von ca. 75° haben, damit die vorüberziehende Sonne für mindestens 2 Stunden auf beide Seitenwände trifft, und auf dem Boden während dieser Zeit kein Schatten entsteht.
  • Die Oberkante der Kocherwanne muss völlig plan sein, damit der Glasrahmen, der immer eben ist, ringsherum dicht aufliegt und so keine Hitze entweichen kann. (Gerade diese Genauigkeit ist bei Einzelfertigung ohne Fertigungsvorrichtungen nur sehr schwer zu erreichen).
  • Die Holzrahmen sind erforderlich, damit die Hitze von der inneren Glasscheibe und und der Innenwanne nicht durch direkten Kontakt zu den äußeren Metallteilen an diese abgeleitet wird.
  • Helle Seitenwände der Innenwanne geben weniger Hitze nach außen ab als schwarze; sie reflektieren sie besser auf die Bodenplatte/"Kochplatte", die auf jeden Fall schwarz sein muss. Die Bodenplatte sollte aus (schnell leitendem) Aluminiumblech und nicht aus (langsam leitendem) Eisenblech sein, das sich beim Erhitzen verzieht.
  • Auf jeden Fall ist eine Doppelglas-Abdeckung erforderlich. Durch sie wird die Leistung im Vergleich zu Einscheiben-Glasabdeckung um ca. 30% verbessert.
  • Ein Reflektordeckel trägt ebenfalls deutlich zur Leistungssteigerung bei. Außerdem trägt der geschlossene Deckel dazu bei, dass das gekochtes Essen im Kocher länger warm bleibt.
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