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LAZOLA Bauanleitung Kap. 1

Metallteile für die Außenwanne des LAZOLA Ls u. Lw fertigen



1.1     Die Metallteile des LAZOLA im Überblick  
  1.1.1   Die Teile der Außenwanne  
  1.1.2   Die Teile des Metall-Glasrahmens Clip 1.1
1.2     Die Metallteile parallel zuschneiden  
  1.2.1   Geeignete Blechscheren und Blechplattenmaße Clip 1.2
  1.2.2   Maße der Metallteile  
  1.2.3   Parallele Teile mit Anlegeschienen / Jigs zuschneiden Clip 1.3
1.3     Planung des Zuschnitts  
  1.3.1   Wichtige Hinweise  
  1.3.2   Tipps für die Planung des Zuschnitts  
  1.3.3   Beispiel: Zuschneideplan für alle Teile von einem Ls und
einem Lw samt Metallschablonen für diese Teile
 
1.4     Seitenteile fertigen  
  1.4.1   Platten für je zwei Seitenteile rechtwinkelig zuschneiden  
      Für die Teile 1+2 (einmalig) eine Metall-Schablone anfertigen Clip 1.4
      Mit Metall-Schablone bereits vorgefertigte Schrägschneide-
Anschläge an Blechschere anpassen
Clip 1.5
  1.4.2   Wannenteile 1+2 zuschneiden Clip 1.6 Clip 1.7
  1.4.3   An Metallschablone und Teilen 1 u. 2 Ecken ausschneiden Clip 1.8
  1.4.4   In Teile 1 und 2 mit Metallschablone Löcher für Nieten und
Schrauben bohren
Clip 1.9
  1.4.5   In die Seitenteile des Ls und Lw Grifflöcher bohren; Teile markieren Clip 1.10
  1.4.6   Seitenteile abkanten Clip 1.11 Clip 1.12
  1.4.7   Seitenteile Abkantungen von Hand korrigieren Clip 1.13
  1.4.8   Seitenteile korrekt beschriften Clip 1.14
1.5     Wannenteile 3 und 4 sowie 5 fertigen  
  1.5.1   Einmalige Vorarbeiten  
    1.5.1.1 Wichtige Vorbemerkung  
    1.5.1.2 Breite der Wannenteile 3 ermitteln Clip 1.15 Clip 1.16
      Schritte 1-3 Clip 1.17
    1.5.1.3 Breite der Wannenteile 4 ermitteln Clip 1.18
    1.5.1.4 3 mm Sperrholz-Anlegeplatten zum Abkanten der Teile
3 und 4 zuschneiden
Clip 1.19
  1.5.2   Wannenteile 3 - 4 und 5 zuschneiden  
    1.5.2.1 Wannenteile 4s und 4w zuschneiden Clip 1.20
    1.5.2.2 Wannenteile 3s und 3w zuschneiden  
  1.5.3   Wannenteile 5 (Böden) zuschneiden und bohren Clip 1.21
  1.5.4   In Wannenteile 3 und 4 Löcher bohren  
    1.5.1.4 Einmalige Vorarbeit: Von Wannenteilen 3 und 4
Metallschablonen zum Bohren vorbereiten
Clip 1.22
    1.5.4.2 Teile 3 und 4 samt Metallschablonen bohren Clip 1.23
    1.5.4.3 Teile 3s+3w sowie 4s+4w abkanten Clip 1.24
    1.5.4.3 Abweichungen beim L3b Lw  



1.1
Die Metallteile des LAZOLA im Überblick

Wichtige Vorbemerkung:
Bei der Planung des Blechteilezuschnitts werden gleichzeitig die Teile für die Außenwanne und den Glasrahmen berücksichtigt. Deshalb enthalten die Übersichten in Kap.1 auch die Teile für den Metall-Wannenrahmen, die erst in Kap. 2. gefertigt werden.
 




1.1.1
Die Teile der Außenwanne

Die Außenwanne besteht aus fünf Teilen von 0,5 mm verzinktem Blech. Die Teile werden mittels abgekanteter Laschen zusammengenietet.

Der LAZOLA wird in zwei Breiten gebaut. Der LAZOLA Standard (Ls) ist quadratisch. Der LAZOLA in doppelter Weite (Lw) ist 360 mm breiter; er hat die doppelte Kapazität des Ls


1.1.2
Die Teile des Metall-Glasrahmens

Der Metall-Glasrahmen deckt den Holzglasrahmen ab und schützt ihn vor direkter Sonne. Er besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: den beiden Seitenteilen (6), die mit je einem halben Teil der Vorderseite aus einem Stück sind, und dem rückwärtigen Teil (7) (s. Clip 7.6).

Die Seitenteile der Außenwanne 1 u 2 für den Ls und den Lw sind gleich. Die Teile 3-5 für den Lw sind 360 mm länger als die des Ls.

    Die Bauanleitung zeigt in Video-Clips und Begleittext Schritt für Schritt alle Details der Fertigung und vermittelt ungezählte hilfreiche handwerkliche Techniken.










1.2
Die Metallteile parallel zuschneiden

1.2.1
Geeignete Blechscheren und Blechplattenmaße

Für den Zuschnitt der Teile wird eine Tafelblechschere benötigt.

Die Blechstreifen werden am günstigsten aus Klein-Format-Tafeln (KFT) - 1000 x 2000 mm* - zugeschnitten, denn einfache Tafelblechscheren haben nur eine Schnittbreite von reichlich 1010 mm.

Sind Blechtafeln breiter, müssen sie erst von Hand mit einer Blechschere auf diese Breite zugeschnitten werden.

* Als Längenmaß für die Rahmenteile 6w und die entsprechende Zuschneidehilfe sind 1005 mm angegeben. Das ist länger, als die KFT eigentlich breit sind. Tatsächlich sind diese Tafeln jedoch bis zu 1005 mm breit.
Müssen die Teile 6w ohnehin aus größeren Blechtafeln zugeschnitten werden, sollten sie ebenfalls eine Breite von 1005 mm bekommen. Das Abmessen erfolgt dann von Hand.

 
oben: Durchlauf-Blechschere für lange Schnitte

unten: Einfache Blechschere nur für kurze Schnitte


    Für kurze Einschnitte sind einfache Hand-Blechscheren genauer. Ihr Nachteil: Man kann damit keine tiefere Schnitte machen. Dafür gibt es eigens Durchlaufscheren. Es ist sinnvoll, dass beide Scheren angeschafft sind.



1.2.2
Maße der Blechteile

Alle Maße ergeben sich aus den Abbildungen unter Punkt 1.2.3. Die nebenstehende Übersicht dient nur der Orientierung.

Von allen Teilen stehen Papier-Schablonen in Originalgröße zur Verfügung, die alle erforderlichen Angaben zur Bearbeitung der Teile enthalten.









Jigs

Für die Lazola-Fertigung werden vielerlei Fertigungshilfen verwendet, die Messen und Anreißen weitgehend überflüssig machen und insgesamt genaues Arbeiten sehr erleichtern. Sie werden - wie im Englischen - einfach Jigs genannt. Sie sind alle nummeriert, z.B. Jig 1.2: es ist das Teil, das in Kap. 1 an zweiter Stelle verwendet wird.






1.2.3
Parallele Teile mit Zuschneide-Hilfen (Jigs) zuschneiden

- Die an Blechscheren vorhandenen Parallel-Anschläge sind zum Zuschneiden der Blechteile nur bedingt geeignet. - Deshalb werden für parallele Schnitte 16 Paare einfacher Zuschneidehilfen, verwendet, die Messen und Anreißen fast überflüssig machen. Sie haben die Bezeichnung Jigs 1.1: also das erste Jig in Kap. 1
- Da von Jigs 1.1 16 verschiedene Längen benötigt werden, haben die einzelnen Jigs-Paare zusätzlich eine weitere Nummer 1-16;
- Jigs1.1-1 - 9 werden zum Zuschneiden der Außenwannen-Teile verwendet.
- Jigs 1.1-10 - 17 werden zum Zuschneiden der Glasrahmen-Teile verwendet.
- Alle Zuschneidehilfen werden als Paare rechts und links an die Platte, die zugeschnitten wird, angelegt und stoßen beim Anlegen des Werkstücks an das Messer der Blechschere.
- Ist der abzuschneidende Rest zum Einspannen zu schmal, wird die Platte an einer Kante mit dem Jig markiert und dann an den Queranschlag der Tafelblechschere angelegt.



Wichtiger Hinweis:
Inzwischen wurde für die Zuschneidehilfen Jigs 1.1 eine einfachere Lösung als die im Video gezeigte gefunden. Die neuen Jigs sind verstellbar. Dadurch können sie auf vier Paare U-Schienen unterschiedlicher Länge reduziert werden.






Um in den betreffenden U-Schienen die nicht markierten Löcher zu finden, werden die Schienen an die Messlatte Jig 1.0 angelegt.
Auf der Messlatte ist die Lage aller Löcher in vier unterschiedlichen Farben markiert:
Schiene A:    Blau 
Schiene B:    Rot 
Schiene C:    Grün 
Schiene D:    Schwarz 


Wichtig:
Die Markierung A-D befinden sich an dem Ende der Anlegeschienen, an dem sich auch das Loch zum Aufhängen befindet.
Bei der Jig-Auswahl werden die Schienen mit dem Loch-Ende an Jig 1.0 angelegt.
Beim Zuschneiden stösst dieses Ende der Schiene an das Messer der Blechschere.




    Dass für jedes Zuschneide-Maß eigene Jigs zur Verfügung stehen, erleichtert den Zuschnitt sehr. Ohne Messen und Anreißen haben alle geschnittenen Teile genau die richtigen Maße.


Lesen der Zuschneidevorschläge:
  • In der nebenstehenden Übersicht sind die Nummern aller Zuschneide-Hilfen, Jigs 1.1-1-16, ( in Kästchen) den entsprechenden Kocherteilen zugeordnet. Z.B. wird mit Jig-Paar 1.1-7 (kurz Jig 7) der Boden der Teile 5s und 5w in der Breite auf 528 mm zugeschnitten
  • Die Ziffern neben dem Quadrat (z.B. 535) geben die Länge des Jigs an, also das Maß des entsprechenden Kocherteils




  



1.3
Planung des Zuschnitts

1.3.1
Wichtige Hinweise

  • In dem Video wird der Zuschnitt der Blechteile für einen Ls und einen Lw gezeigt.
  • Zusätzlich zu den benötigten Wannen- und Glasrahmenteilen wird von jedem Kocherteil ein weiteres Stück zugeschnitten. Diese werden als Metallschablonen weiter bearbeitet. Sie ersetzen bei der späteren Serienfertigung die Papierschablonen und werden zum Anreißen und Bohren der verschiedenen Teile verwendet.
  • Die Stückliste rechts gibt einen Überblick über die Anzahl der insgesamt benötigten Plattenteile.


Stückliste
für 1 schmalen und 1 breiten LAZOLA (Ls+Lw) und
Metallschablone aller Teile


Legende: s: Standard; w: weit; L: links; R: rechts
 
Nummer des Kocherteils Anzahl der Teile Teile für Schablone Teile insgesamt
1 und 2 4 1 5
3s 1 1 2
4s 1 1 2
3w 1 1 2
4w 1 1 2
5s 1 1 2
5w 1 1 2

Für Teile der Wannenrahmen (Kap. 2)
 
6s L 1 1 2
6s R 1 1 2
6w L 1 1 2
6w R 1 1 2
7s 1 1 2
7w 1 1 2
8w 1 - 1
9w 1 1 2
10s 1 1 2
11*) 1 1 2


1.3.2
Tipps für die Planung des Zuschnitts

Um bei der Aufteilung von Blechtafeln unnötigen Verschnitt zu vermeiden, ist es sinnvoll, den Zuschnitt vorher zu planen. Die folgenden Anregungen können dabei hilfreich sein.

Schritt 1:
Von allen Kocherteilen, die zugeschnitten werden sollen, so viele Papierschablonen wie benötigt im Maßstab 1:10 ausschneiden.
(Die Kopiervorlagen dazu befindet sich im Anhang A1.1 der Bauanleitung)

Schritt 2:
Die ausgeschnittenen Papier-Kocherteile möglichst platzsparend auf einem Blanko in der Größe 1:10 der Kleinformattafel anordnen. (s. Kopiervorlagen in Anhang A1.1, Seite 2)
Im Zweifelsfalle zur Kontrolle alle Maße, die sich in der betreffenden Richtung auf den "Kocherteilen" befinden, addieren, um Fehler zu vermeiden.



 

1.3.3
Beispiel: Zuschneideplan für alle Teile von einem Ls und einem Lw samt Metallschablonen für diese Teile

Anhang A1.2 zeigt auf drei "Blechtafeln" in Standardgröße M. 1:10 eine von mehreren möglichen Anordnungen aller benötigten Teile für einen LAZOLA in Standardgröße (Ls) und einen LAZOLA in doppelter Weite (Lw) sowie der Teile für Metallschablonen von all diesen Teilen.

Bei der Anordnung wurde darauf geachtet, dass alle benötigten Blechteile mit gleichen Abmessungen möglichst direkt nacheinander zugeschnitten werden können.

Beim Anordnen der Teile ist darauf zu achten, dass die Teile 1+2 zuerst zugeschnitten werden können (s. Vorbemerkung zum nächsten Punkt).

 



1.4
Seitenteile fertigen

Vorbemerkung:

Zuerst wird die Metallschablone T (Template) für die Seitenteile 1+2 gefertigt. Sie muss zuerst ausgeschnitten werden. Sie wird für die Fertigung der Teile 1 und 2 benötigt.

Die Seitenteile müssen vor den anderen Teilen gefertigt werden, da von ihren genauen Maßen die genaue Breite der Wannenteile 3 und 4 abhängig ist. Die Maße der Seitenteile können je nach Abkantbank leicht variieren.

 

1.4.1
Platten für je zwei Seitenteile rechtwinklig zuschneiden

Reihenfolge der Schnitte:
  • Schnitt 1 mit Jig-Paar 2 in voller Plattenbreite (610 mm)
  • Schnitt 2 mit Jig-Paar 5 und nicht 2 (wegen der Länge der Teile 3s) (613 mm).
  • Schnitt 3 mit Jig-Paar 1; damit beide Teile schneiden (590 mm). Aus dem 410 mm breiten "Rest" beim 1. Schnitt wird die Metallschablone geschnitten.
  • Schnitt 4 und 5 mit Jig-Paar 3 Teile 3s und 3sT

Die Schrägschnitte der Teile 1+2 erfolgen mit einem Jig im übernächsten Punkt. (Dabei spielt es auch keine Rolle, dass die unteren Teile 613 mm statt 610 mm breit sind. Sie werden gleich mit Jig 2b richtig von Länge geschnitten.

 


Hinweis: Einmalige Vorarbeiten
Texte in brauner Farbe an mehreren Stellen der Bauanleitung verweisen auf Vorarbeiten, die nur einmal anfallen. Wenn die Arbeiten erledigt sind, haben die Clips, die sich auf diese Arbeiten beziehen, ihren Zweck erfüllt.



Für die Teile 1+2 (einmalig) eine Metall-Schablone anfertigen



1 0:00 Die ausgeschnittene Papierschablone für die Teile 1 u. 2 auf eine Platte 05 mm starkem verzinktem Blech mit Klebeband fixieren
2 0:21 Die Ecken mit einem Stahlnagel anreißen
3 1:29 Die Markierungen für die Niet- und Schraubenlöcher mit einem Körner ankörnen
4 1:47 Auch die Löcher für die Wannengriffe ankörnen: Schräg für den Ls, waagerecht für den Lw
5 2:18 Die markierte Blechplatte an der Tafelblechschere zuschneiden


Mit Metall-Schablone bereits vorgefertigte Schrägschneide-Anschläge an Blechschere anpassen.

Beide schrägen Seiten der Teile 1 und 2 (bzw. der Metallschablone für diese Teile)
werden mit den Schrägschneide-Anschlägen Jig 1.2a und Jig 1.2b zugeschnitten,
die zunächst noch an die Blechschere angepasst werden müssen.

1 0:00 Die Metallschablone an das noch nicht angepasste Jig 1.2a anlegen und so zurechtrücken, dass die kurze, vordere Kante an das Messer der Blechschere anstößt
2 0:21 Das Trägerpapier der aufgeklebten Stücke Doppelklebeband abziehen
3 0:29 Die zu Jig 1.2b gehörende Korrekturleiste vorsichtig am vorderen Anschlag der Blechschere auf Jig 1.2b festkleben
4 0:47 Das Jig umgedreht auf den Werktisch legen und die Leiste mit Holzschrauben Nr. 6 festschrauben
- Für den Schnitt der zweiten schrägen Seite Jig 1.2a in gleicher Weise fertigstellen. (Kein Video-Clip)





1.4.2
Mit Jigs 1.2a + Jig 1.2b Wannenteile 1+2 zuschneiden

  - Jig 1.2b mit Schraubzwinge an der Blechschere befestigen. Zum Anlegen wird die Metallschablone von Teil 1 benötigt. (Kein Video-Clip)
1 0:00 Die unter 1.4.1 rechteckig zugeschnittene Blechplatte 1+2 am Anschlag mit der längeren Seite anlegen und abschneiden
2 0:15 Die zweite Hälfte der Platte in gleicher Weise genau nachschneiden


  - Jig 1.2b mit Schraubzwinge an der Blechschere befestigen. Zum Anlegen wird die Metallschablone von Teil 1 benötigt. (Kein Video-Clip)
Mit Jig 1.2a an beiden Teilen die kurzen Schnitte ausführen
 




1.4.3
An Metallschablone und Teilen 1+ 2 Ecken ausschneiden

1 0:00 Die bereits markierten Ecken der Metallschablone für die Teile 1 und 2 mit der (einfachen) Blechschere genau ausschneiden
2 0:10 Mit der ausgeschnittenen Metallschablone die zugeschnittenen Teile 1s+2s und 1w+2w anreißen
3 1:01 Die angerissenen Ecken der Teile genau ausschneiden



1.4.4
In Teile 1 und 2 mit Metallschablone Löcher für Nieten und Schrauben bohren

1 0:00 Zum Bohren der Löcher an den äußeren Rändern mehrere Teile 1+2 (bis zu ca. 10 Stück auf einmal), für den Ls und den Lw in einem im Platten-Haltegestell
Jig 1.3 mit einer Zwinge fixieren; zu oberst liegt die bereits angekörnte aber ebenfalls noch nicht gebohrte Metallschablone
2 0:39 Die angesetzte Zwinge wäre beim Bohren der Löcher an der oberen Kante hinderlich. Deshalb stattdessen eine weitere Zwinge an der Unterkante anbringen, an die keine Löcher kommen
3 0:49 Die Löcher an einer (einfachen) Ständerbohrmaschine bohren, auf deren Tisch eine größere Auflageplatte fixiert ist. Die Kocherteile so platzieren, dass der Bohrer direkt über der angekörnten Stelle liegt. Später dienen die bereits vorhandenen Löchern in den verschiedenen Metallschablonen als Führung



1.4.5
In die Seitenteile des Ls und Lw Grifflöcher bohren; Teile markieren

1 0:00 Die Löcher für die unterschiedlich liegenden Wannengriffe am Ls und Lw bohren: Die Teile für den Ls und (danach) für den Lw getrennt mit der Metallschablone obenauf zusammenschrauben und bohren*. Die Metallschablone enthält die angekörnten Löcher für den Ls und den Lw und für die Sicherheitskette am linken Wannenteil**
* Mit Jig 1.3 lassen sich die Teile leichter genau aufeinander stapeln
** Um Fehler zu vermeiden, ist es ratsam beim Bohren Löcher, die nicht benötigt werden, zuzukleben
2 0:49 Die gebohrten Teile mit Ls beschriften, damit sie später von den Lw-Teilen unterschieden werden können
3 1:05 Die Teile für den Lw bohren und beschriften
(In Clip 1.14 wird diese zu allgemeine Beschriftung korrigiert.)
  - In das linke Wannenteil des Ls und Lw hinter den Grifflöchern ein 4,2 mm Loch für die Sicherheitskette bohren (das im Video vergessen wurde). Die Kette verhindert, dass der Glasrahmen zu weit geöffnet wird



1.4.6
Seitenteile abkanten

Vorbemerkung:

Unterschiedlich lange Platten werden bei gleicher Winkel-Einstellung der Abkantbank unterschiedlich stark abgekantet. Probestücke, die zur Überprüfung der genauen Winkeleinstellungen abgekantet werden, sollte immer die ungefähre Länge des Teils haben, das abgekantet wird.

1 0:00 In die Abkantbank ein Stück Abfallblech probeweise einschieben und auf 90° abkanten
2 0:16 Winkel mit Winkelmesser Jig 1.7 kontrollieren und evtl. den Winkelanschlag korrigieren
3 0:25 Für Abkantung 1 das Teil mit Jigs 1.4 genau in die Abkantbank einschieben. Die gebohrte obere Kante bleibt sichtbar. Wichtig: Darauf achten, dass die Teile paarweise abgekantet werden
 
1 0:00 Mit Abkantvorrichtung Jig 1.5 die weiteren drei Seiten abkanten. Auf diese Weise werden alle Teile mm-genau gleich
2 0:15 Das Jig so auf dem Seitenteil ausrichten, dass die vordere und hintere Lasche gleich breit sind
3 0:37 Beim Einschieben der Teile 1 und 2 darauf achten, dass Jig 1.5 genau mit der Blechscherenkante bündig liegt. Eine beliebige Holzleiste ist dabei hilfreich



1.4.7
Seitenteile Abkantungen von Hand korrigieren

Vorbemerkung:

Mit Abkantvorrichtung Jig 1.5 lassen sich die Laschen nicht ganz auf 90° biegen. Deshalb müssen sie von Hand korrigiert werden:

1 0:00 Die am 90°-Anschlag ausgeführte Abkantung ist genau 90°
2 0:07 Alle mit Jig 1.5 abgekanteten Seite lassen sich nur bis ca 85° abkanten
3 0:13 Diese Seiten mit Korrekturleiste Jig 6a+b so weit nach innen drücken, bis es unten anstößt



1.4.8
Seitenteile korrekt beschriften

    Die in Clip 1.10 angebrachte Beschriftung wird korrigiert, um bei den Teilen für den Ls und Lw besser die Teile 1+2 (links und rechts) unterscheiden zu können
 



1.5
Wannenteile 3 und 4 sowie 5 fertigen

1.5.1
Einmalige Vorarbeiten

 

1.5.1.1
Wichtige Vorbemerkung:

Die genaue Breite der Teile 3 und 4 ist von den genauen Maßen der abgekanteten Vorder- und Rückseite der Teile 1 und 2 abhängig. Diese Maße können je nach Abkantbank leicht variieren und müssen zunächst einmalig genau ermittelt werden. (Clips 15-18).
 


1.5.1.2
Breite der Wannenteile 3 ermitteln
Schritt 1

1 0:00 Von einem ca. 200 mm breiten Blechstreifen mit mit Anlege-Jigs 1.1-3 zwei Teile auf genau 195 mm Breite zuschneiden und beschriften (das entspricht der ungefähren Breite der noch nicht abgekanteten Teile 3)
2 0:20 An beiden Probeplatten eine Kante mit Jig 1.4 auf 90° abkanten. (Die Beschriftung des Jigs 1.4 als 1.2 ist verkehrt)
 


Schritt 2

1 0:00 Mittels einer kurzen Sperrholzplatte, die auf 160 mm zugeschnitten ist (der ungefähren Breite der Vorderkante des fertigen Seitenteils), die Unterkante der 1. Probeplatte auf 70° abkanten
2 0:31 Die beidseitig abgekantete Probeplatte an ein Seitenteil vorn anlegen
3 0:49 mit einem Keil genau den Abstand zwischen den unteren Abkantungen des Seitenteils und des Vorderteils genau messen (Im Video 2 mm - Bei einer anderen Abkantbank könnten es auch mehr oder weniger sein)
4 1:00 Die Sperrholzplatte 2 mm schmaler schneiden (im Beispiel auf 158 mm)



 


Schritt 3

1 0:00 Mit der schmaler geschnittenen kurzen Sperrholzplatte die 2. Probeplatte auf 70° abkanten und erneut anlegen
2 0:18 Die zweite Probeplatte anlegen; sie stimmt genau mit den Seitenteilen überein
 



1.5.1.3
Breite der Wannenteile 4 ermitteln

Der Vorgang ist der gleiche wie der in Clip 1.16 und Clip 1.17 beschriebene:
1 0:00 Von einem ca. 200 mm breiten Blechstreifen mit mit Anlege-Jigs 1.1-3 zwei Teile auf genau 190 mm Breite zuschneiden und beschriften (das entspricht der ungefähren Breite der noch nicht abgekanteten Teile 3)
2 0:20 An beiden Probeplatten eine Kante mit Jig 1.4 auf 90° abkanten. (Die Beschriftung des Jigs 1.4 als 1.2 ist verkehrt)
3 0:23 Die Teile beschriften
4 0:29 An beiden Probeplatten mit Jig 1.4 die obere Kante auf 70° abkanten1
5 0:41 Eine Sperrholzplatte auf die hintere Breite des fertigen Seitenteils (in diesem Fall: 361 mm) zuschneiden (Kein Video vom Zuschneiden)
6 1:05 Die beidseitig abgekantete Probeplatte an ein Seitenteil hinten anlegen. Falls nötig, die Sperrholzplatte schmaler schneiden. Zufällig passt die Probeplatte genau2
 

Sehr wichtige Anmerkungen zu Clip 18
  1. Aufnahmefehler: In dem Video wurde unter. 4 00:29 zuerst die untere 90° Abkantung
    vorgenommen. Zuerst muss jedoch, wie im Text beschrieben, die obere 70° Abkantung
    vorgenommen werden (siehe dazu die richtige Reihenfolge in Clip 1.24).
    Begründung: Die oberen Abkantungen aller 4 Seitenteile haben die
    gleiche Breite, während die unteren leicht variieren können.
  2. Bei der Videoaufnahme dieses Punktes ergab sich zufällig, dass das ursprünglich
    angenommene Maß (401mm), genau stimmte. Um mehr Spielraum einzuräumen, wurde es in den
    Maßangaben der Bauanleitung (und den Anlegeschienen Jigs 1.1-4) auf 405 mm vergrößert.



1.5.1.4
3 mm Sperrholz-Anlegeplatten zum Abkanten der Teile 3 und 4 zuschneiden

1 0:00 Die mit den Jigs mitgelieferte (noch etwas zu breite) Anlegeplatte Jig 1.8a für die Serienfertigung auf 158 mm (bzw. auf die ermittelte Breite) zuschneiden
(vgl. Clip 1.16).
2 0:14 Die Anlegeplatte Jig 1.8b auf die ermittelte Breite zuschneiden. Der Anschlag ist nicht breit genug. Deshalb liegt der schmale Streifen am Kreissägeanschlag. (Das geht jedoch nur, wenn die Platte an beiden Enden genau gleich breit ist)
3 0:40 Beide Anlegeplatten Jig 1.8a+b beschriften



1.5.2
Wannenteile 3 und 4 zuschneiden

Vorbemerkung:

Einige der jetzt benötigten Teile aus der Übersicht in Anhang A2 wurden hierher kopiert.

Zusätzlich zu den benötigten Teilen wird von jedem ein weiteres für die Metall-Schablonen gefertigt.




1.5.2.1
Wannenteile 4s und 4w zuschneiden

  - Die Anlegeschienen Jig 1.1-3 und Jig 1.1-4 nach der Breite der Anlegeplatten korrigieren:
Für diese beiden Jigs gibt es eine eigenes Paar U-Schienen. Das einzige Loch wird für beide Jigs verwendet. Die Jigs können von beiden Enden her genau zugeschnitten werden.( (Kein Video-Clip)
1 0:00 Mit Zuschneide-Hilfen Jigs 1.1-3 und 1.1-4 Kocherteile 3s und 3w in der Breite zuschneiden
2 0:23 Die Teile beschriften.
3 0:31 Die Teile 4s und 4w mit Jig 1.1-6 in der Länge markieren und abschneiden. An den Blechscheren-Queranschlag zunächst eine ca. 200 mm breite Platte anlegen
 



1.5.2.2
Wannenteile 3s und 3w zuschneiden

Mit Zuschneide-Hilfen Jigs 1.1-3 (Teil 3s und 3w) in gleicher Weise zuerst in der in der Breite auf 195 mm zuschneiden; dann mit Jig 1.1-5 und Jig 1.1-6 in der Länge (kein Video-Clip)
 



1.5.3
Wannenteile 5 (Böden) zuschneiden und bohren


(braun: einmalige Arbeit)

  - Die Teile 5s und 5w mit Jigs 1.1-7 bis 1.1-9 in bekannter Weise zuschneiden.
Gleichzeitig je 1 Platte für Metallschablonen mit zuschneiden (Kein Video-Clip)
1 0:00 Papierschablone auf zugeschnittenem Boden, der später als Metallschablone dienen soll, mit Klebeband fixieren.
2 0:12 Die Löcher durch die Papierschablone hindurch ankörnen
3 0:22 Die angekörnten Löcher 3,5 mm groß bohren
4 0:37 Die gebohrten Platten als Bodenschablonen beschriften
5 0:44 Die gebohrten Metallschablonen 5s T und 5w T auf einer oder (später bei der Serienfertigung) auf mehreren Bodenplatten fixieren
6 1:09 Die schon gebohrte Metallschablone als Bohrführung benutzen und in die darunter liegenden Platten 3,5 mm Löcher bohren
  - Die gebohrten Teile lagern bis sie in Kap. 5.2 verwendet werden
 



1.5.4
In Wannenteile 3 und 4 Löcher bohren

1.5.4.1
Einmalige Vorarbeit:
Von Wannenteilen 3 und 4 Metallschablonen zum Bohren vorbereiten

   
Auf je einem der zugeschnittenen Teile 3s+3w und 4s+4w, die als Metallschablonen vorgesehen sind, mit den entsprechenden Papierschablonen die Niet- und Schraubenlöcher ankörnen
 



1.5.4.2
Teile 3 und 4 samt Metallschablonen bohren

1 0:00 Die angekörnte aber noch nicht gebohrte Metallschablone von Teil 3s mit dem Teil 3s zusammenschrauben und alle 3,5 mm Löcher bohren
2 0:40 In die Metallschablone von Teil 3w alle Löcher in gleicher Weise bohren
3 1:18 Wichtig: Bei den Teilen 3w die Löcher für die Glasrahmenstütze und die Stützenhalterung nicht übersehen
  - Teile 4s und 4w gleicher Weise wie 3s und 3w bohren. (kein Video-Clip)
 



1.5.4.3
Teile 3s+ 3w sowie 4s+4w abkanten

1 0:00 Die Teile 4s und 4w an der gebohrten oberen Seite mit Anlegehilfen Jigs 1.4 (nicht Jig 1.2 wie im Video fälschlich beschriftet) auf 70° abkanten
2 0:28 Die Teile 3s und 3w an der gebohrten (oberen) Seite mit Jigs 1.4 auf 90° abkanten
3 0:47 Die Teile 4s und 4w mit Anlegeplatte Jig 1.8b unten auf 90° abkanten
4 1:10 Teile 3s und 3w mit Anlegeplatte Jig 1.8a unten auf 110° abkanten
 



Abweichungen beim Lw (Überblick)

  • Die Fertigung der AW des L3b entspricht - wie in dem Video bereits zu sehen war - in allen Teilen der des Kochers in Standardbreite
  • Die Seitenteile 1 und 2 sind bei beiden Kochertypen gleich. Nur die Grifflöcher liegen anders
  • Rückwand und der Boden beider Modelle unterscheiden sich nur in der Länge
  • Vorderteil 3w hat Löcher für die Stützsockel der Glasrahmenstütze (s. Schablone)